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Wir haben uns den Berufs·bildungs·bereich von der Zeesener Werkstatt für Menschen mit Behinderung angesehen.
Wir haben dort ein Projekt über mehrere Wochen begleitet.
Wir haben gesehen:
Lernen ist wichtig für unseren Körper und unsere Psyche.
Aber viele Menschen können nicht gut lernen.
Oder sie vergessen schnell wieder, was sie gelernt haben.
Deshalb ist es für viele Menschen mit Behinderung auch schwer in der Schule zu lernen.
Und es ist auch schwer in der Arbeit zu lernen.

Die Zeesener Werkstatt für Menschen mit Behinderung hilft den Menschen dabei.
Die Zeesener Werkstatt für Menschen mit Behinderung hat verschiedene Projekte.
Ein Projekt heißt: Berufs·bildungs·bereich.

Wichtige Langzeitprojekte

Christian Jaria ist Gruppen·leiter bei der Zeesener Werkstatt für Menschen mit Behinderung.
Er hat eine Klasse von Schülern und Schülerinnen.
Viele von ihnen sind im Urlaub oder im Praktikum.
Nur 8 Schüler und Schülerinnen sind noch da.

Christian Jaria fragt die Schüler und Schülerinnen:
Guten Morgen.
Kommt alle nach vorne und sucht euch einen Platz.
Er will wissen:
Wo sollen sich die Schüler und Schülerinnen hinsetzen?

Vor einer Leinwand sitzen die 8 Schüler und Schülerinnen.
Vorher kamen oft 20 bis 30 Schüler und Schülerinnen in die Klasse.

Was hatten die Schüler und Schülerinnen gestern gelernt?
Und was hatten die Menschen in dem Lehr·video erzählt?
Das kann Christian Jaria nur mit Mühe herausfinden.

Deshalb zeigt er das Video noch einmal an.
In dem Video stellen 2 Expertinnen 2 Kräuter vor:
Salbei und Thymian.
Wie sehen die Kräuter aus?
Wie schmecken sie?
Wie riechen sie?
Welche Lebens·räume brauchen die Pflanzen?
Und wie kann man die Pflanzen benutzen?

Dann fragt Christian Jaria seine Klasse:
Was habt ihr

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen lernen im Projekt viele Sachen.
Zum Beispiel:
– Wie man mit anderen Menschen umgeht.
– Wie man im Leben gut zurecht kommt.
– Wie man in einem Beruf gut ist.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen lernen in dem Projekt verschiedene Sachen.
Zum Beispiel:
– Wie man in verschiedenen Berufen arbeitet.
– Was man in den Berufen machen kann.
Das Projekt dauert ein halbes Jahr.
In dem Projekt bauen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen eine Kräuterschnecke.
Eine Kräuterschnecke ist ein Gerät zum Schneiden von Kräutern.

Am Ende vom Projekt sollen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen:
– 8 verschiedene Kräuter kennen
– wissen, wie man die Kräuter pflegt
– wissen, was man mit den Kräutern machen kann.

Der Mix macht's

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sollen auch viel über Kräuter lernen.
Deshalb gibt es ein kurzes Video über Kräuter.
Das Video ist 15 Minuten lang.

Christian Jaria zeigt das Video nochmal an.
Er fragt die Schüler und Schülerinnen:
Was haben Sie aus dem Video gelernt?
Das können die Schüler und Schülerinnen schon besser als am Anfang.

Die Schüler und Schülerinnen basteln jetzt ein Memoryspiel.
Ein Memoryspiel ist ein Karten·spiel.
In dem Spiel sind Karten mit Bildern von Pflanzen.
Die Karten sind durcheinander gelegt.
Jede Karte hat einen Namen von einer Pflanze.

Die Schüler und Schülerinnen müssen die Karten richtig zuordnen.

Manche können das ganz gut alleine machen.
Aber andere brauchen Hilfe bei der Arbeit mit der Schere.
Und andere brauchen Hilfe beim Halten der Schere.

Alle schneiden jetzt die Bilder aus.
Dann kleben sie die Bilder auf Folienblätter.
Dann laminiert Christian Jaria die Bilder.
Laminieren heißt: Man klebt 2 Folien zusammen.
Dann schneidet Christian Jaria alle Bilder wieder aus.

Das dauert lange.
Manche haben das Gefühl:
Das wird nie fertig!

Aber irgendwann ist das Memory fertig.

Herr Jaria bringt

Manche Schüler und Schülerinnen mögen die Medizin nicht.
Aber andere Schüler und Schülerinnen mögen die Medizin.
Zum Beispiel:
– Halslutschtabletten
– Tee
Das ist Salbei.
Das ist auch ein Heil·pflanze.
Die Schüler und Schülerinnen kennen den Salbei schon.
Deshalb mögen sie die Medizin vielleicht besser.

Die Schüler und Schülerinnen denken an Essen.
Zum Beispiel:
– Nudeln mit Tomatensoße
– Pizza
Das Essen schmeckt ihnen gut.

Aber nicht nur Salbei wächst im Garten von Christian Jaria.
Auch Thymian wächst im Garten von Christian Jaria.
Und Schnittlauch und Pimpinelle wachsen im Garten von Christian Jaria.

Christian Jaria stellt die Heil·pflanzen vor.
Er erklärt den Schülern und Schülerinnen:
So kann man die Heil·pflanzen benutzen.
Und er erklärt den Schülern und Schülerinnen:
So kann man die Heil·pflanzen anwenden.

Die Heil·pflanzen sollen den Schülern und Schülerinnen helfen.
Deshalb sollen sie viel über die Heil·pflanzen lernen.

Berufliche Schnittpunkte

Die Heil·pflanzen sollen auch in der Kräuterschnecke wachsen.
Die Kräuterschnecke ist ein Projekt von Christian Jaria.
In der Kräuterschnecke soll man Heil·pflanzen pflanzen können.

Die Gruppen·leiter Christian Jaria und Ninnemann zeigen den Schülern und Schülerinnen:
So kann man die Heil·pflanzen anwenden.
Und so kann man die Heil·pflanzen benutzen.

Dann geht es ans Bauen der Kräuterschnecke.
Die Gruppen·leiter zeigen den Schülern und Schülern:
So baut man eine Kräuterschnecke.
Und so baut man eine Kräuterspirale.
Dann können alle mitbauen.
Jeder soll mitmachen können.
Jeder soll Spaß haben beim Bauen der Kräuterspirale.

Die Kinder arbeiten im Garten.
Sie arbeiten in der Gruppe.
Die Kinder machen verschiedene Sachen im Garten.
Zum Beispiel:
– Sie lockern die Erde auf.
– Sie schieben die Erde in eine Schnecke.
Die Schnecke heißt: Kräuterschnecke.
– Sie harken die Erde auf.

 

Die Kinder haben sich überlegt:
Welche Kräuter wollen wir in den Garten pflanzen?
Und wo wollen wir sie pflanzen?
Die Kinder wissen jetzt:
– An welcher Stelle im Garten brauchen die Pflanzen viel Sonne?
– An welcher Stelle im Garten brauchen die Pflanzen wenig Sonne?
– An welcher Stelle im Garten brauchen die Pflanzen viel Wasser?

Die Kinder haben auch Namen für die Pflanzen gemacht.
Die Namen hängen an den Pflanzen.
So können sich die Kinder immer gut merken:
An welcher Stelle im Garten wächst diese Pflanze?

Endlich ist es soweit!
Die Pflanzen dürfen in den Garten.

Ein Thema - viele Perspektiven

Aber dann ist das Projekt noch nicht zu Ende.
Die Kinder müssen weiter gut auf die Pflanzen aufpassen.
Und sie müssen den Boden gießen.

Die Kräuter wachsen in der neuen Erde.
Die Kräuter müssen sich an die neue Erde gewöhnen.
Dann können die Kräuter wachsen.
Die Schüler und Schülerinnen ernten die Kräuter.
Und sie machen etwas mit den Kräutern.
Zum Beispiel:
– kochen
– sieden
– ziehen
– mischen
– mörsern
– trocknen

Die Schüler und Schülerinnen lernen:
– Was kann man mit den Kräutern machen?
– Wie kann man die Kräuter benutzen?
Zum Beispiel:
– In der Küche
– In der Medizin
– Als Duft·mittel.

Die Schüler und Schülerinnen lernen auch:
– Was können sie gut?
Vielleicht können sie gut gärtnern.
Aber vielleicht können sie auch gut kochen.

Eine Gruppe junger Menschen läuft in einen Baumarkt. Einer von ihnen zieht eine
Eine Gruppe junger Menschen steht mit zwei Betreuern in einem Baumarkt in der Pflanzenabteilung.
Ein junger Herr lacht in die Kamera. Hinter ihnen stehen einige junge Menschen, die Gartenarbeit verrichten.
Eine Gruppe junger Menschen steht rundherum um ein schneckenförmiges Beet. Eine junge Frau pflanzt eine Pflanze ein, zwei weitere Jugendliche stecken beschriftete Schilder in das Beet.
Ein Mann pflanzt eine Pflanze in ein schneckenförmiges Beet ein.

Die Schüler und Schülerinnen lernen viel Neues.
Sie lernen zum Beispiel:
– Berufe kennen
– wie man gut mit anderen Menschen zusammen arbeitet.

Die Schüler und Schülerinnen sollen nach 2 Jahren einen Job finden.
Dafür bereiten wir sie vor.
Und wir zeigen ihnen verschiedene Jobs.

Arbeit·geber sollen auch auf Menschen mit Behinderung aufpassen.
Dann können die Menschen mit Behinderung in einem Job arbeiten.

Nach 2 Jahren soll jeder einen Job haben.
Aber das ist noch nicht so einfach.
Deshalb können die Schüler und Schülerinnen nach 2 Jahren in andere Bereiche wechseln.
Zum Beispiel in die Gärtnerei oder in die zentrale Küche.